simson werk
    Die Simson Werke - Geschichte
    1856-1933 | Über Waffen und Fahrräder bis zum ersten PKW

    Basis der Simson-Werke war ein Stahlhammer, der von den Brüdern Simson im Jahre 1854 gekauft wurde. Die Produktion von Holzkohlenstahl lief weiter, das Erzeugnis wurde aber bald für die Herstellung von Waffen verwendet. Die ersten Fahrräder fuhren ab 1896 auf deutschen Straßen und die Firma Simson wurde bald zu einem der größten Fahrradproduzenten Deutschlands.

    Wurden 1856 gerade 20 Mitarbeiter beschäftigt, so gab es 1918 bereits 3.500 Mitarbeiter. Ab 1908 wurden auch PKWs gebaut, zwischen 1924 und 1930 der berühmte Simson Supra, der auch im Rennsport sehr erfolgreich fuhr.

    1933 -1945 | Enteignung der Familie Simson durch das NS-Regime

    Aufgrund des Vertrags von Versailles war die Firma Simson in Suhl der einzige konzessionierte Waffenproduzent für Maschinengewehre in Deutschland. Daher begann schon 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, der Zugriff auf den Betrieb. So wurde 1934 der Familie Simson die Kontrolle über ihre Firma entzogen und ein Treuhänder eingesetzt. Der Firmenname wurde in Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke Simson & Co. (BSW) geändert und die Automobilproduktion zu Gunsten der strategisch wichtigen Rüstungsproduktion eingestellt. Nach der Enteignung der Familie Simson erfolgte 1939 die Umbenennung in Gustloff-Werke - Waffenwerk Suhl. Die Belegschaft wuchs auf über 6.000 Mitarbeiter.

    1945 -1961 | Der Weg zum volkseigenen Betrieb der DDR

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Werke von den Alliierten als Rüstungsbetrieb eingestuft, das Werk 1946 weitgehend demontiert und als Reparationszahlung in die Sowjetunion transportiert. Mit dem Rest wurde die Produktion von Jagdwaffen, Kinderwagen und Fahrrädern wieder begonnen. 1947 wurde Simson in die sowjetische Aktiengesellschaft SAG Awtowelo (AWO) eingegliedert.

    Ende 1948 erhielt das Werk von der sowjetischen Militäradministration (SMAD) den Befehl, ein seitenwagentaugliches Motorrad mit 250-cm³-Viertaktmotor zu bauen, die legendäre AWO 425.

    Am 1. Mai 1952 wurde das Werk als VEB Fahrzeug und Gerätewerk Simson Suhl ein volkseigener Betrieb der DDR und in das IFA-Kombinat eingegliedert. Produziert wurden neben der AWO 425 (von da an als Simson 425 bezeichnet) auch Mopeds, Mokicks und Roller.

    1961 - 1990 | Die goldenen Jahre der DDR-Kleinkrafträder

    1961 wurde die Produktion der Simson 425 zugunsten der kleineren 50-cm³-Mokicks eingestellt, deren Produktion ab 1955 mit der SR1 begann, welche später von der SR2 abgelöst wurde.

    1964 begann dann die Ära der Simson Vogelserie - Spatz, Star, Sperber, Habicht und - natürlich die Schwalbe waren fort an in jedem Haushalt zu finden.

    Durch die Produktion und den Vertrieb der S50 gelang 1975 ein weiterer Meilenstein, der die Vogelserie vollständig, bis auf die Schwalbe, ablöste. Mit einer Telegabel, Büffeltank und sportlichem Design konnte dieses Modell in Windeseile die Jugend der DDR begeistern. Die Technik war überschaubar, noch einfacher zugänglich und auch für den Laien einfach zu warten - ein Kriterium, das sich bis heute durchgesetzt hat.

    Die Verwendung des Motors M531 / M541 war die Weiterentwicklung zur S51 mit verändertem Schutzblech und Tank, neuem Lampendesign und einer 12V-Variante. Mit der S50 und den Varianten B1-3, B1-4, Comfort, Enduro, etc. konnte sich das Kleinkraftrad 1,6 Mio mal verkaufen - Rekord in Deutschland!

    Neben vielen weiteren Nachfolgern, wie dem SR50 oder der S53, werden es dennoch die Modelle Schwalbe, S50 und S51 bleiben, die in Erinnerung bleiben.

    1990- 2002 | Neugründung und endgültiges Aus nach der Wiedervereinigung

    Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Simson von der "Treuhandanstalt" abgewickelt, aber sofort wieder neu gegründet als Suhler Fahrzeugwerk GmbH.

    Am 28. Juni 2002 musste die Insolvenz angemeldet werden; der Firmenbesitz wurde im Mai 2003 versteigert.

    Die Bedeutung der Marke Simson brach dadurch jedoch nicht ab. Im Gegenteil! Eine Ausnahmeregelung zur Geschwindigkeitsfreigrenze von bis zu 60km/h rettete die unzähligen Simson 50ccm-Modelle vor der Verschrottung. Vor allem die Jugend und Nostalgiker fanden schnell wieder Gefallen an den flinken Kleinkrafträdern und auch Tuningprofis erkannten das Potential der Zweitaktmotoren. So entstand schnell wieder ein Hype um die Marke Simson, der den Wert der in Suhl produzierten Räder rasant in die Höhe trieb."

    Zwar mögen die Uhren der Marke Simson in den ehemaligen Produktionshallen schon lange still stehen - der Kult jedoch lebt weiter!

    Der Simson Gewerbepark heute
    2002 - heute | Der traditionsreiche Industriestandort als moderner Gewerbepark

    Dieser traditionsreiche Industriestandort steht seit vielen Jahrzehnten im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Nach der Auflösung des Kombinates Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk sind hier sowohl Nachfolgebetriebe als auch Neugründungen tätig.

    Im Sommer 2010 wurden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und der modernisierte Gewerbepark feierlich eröffnet. Seit 2002 produziert die wta Carsten Weser GmbH Rebuilt-Tonerkartuschen und Refill-Tintenpatronen auf dem historischen Simson-Gelände.

    Auf über 10.000m2 werden heute über 1.600 verschiedene Produkte hergestellt. Unter anderem werden hier auch die hochwertigen Printer Care Markenprodukte am Standort Deuschland hergestellt.

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