Druckertreiber

    Was macht eigentlich ein Druckertreiber?

    Ob zu Hause oder im Büro: bestimmt jeder hat schon mal auf seinem Computer ein Bild oder ein Dokument ausgedruckt.


    Wie funktioniert das eigentlich? Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was mit den Informationen in der Datei passiert, bevor sie auf einem Blatt Papier im Ausgabefach des Druckers liegen.


    Druckertreiber

    © jannoon028 | Shutterstock.com



    Dabei ist das gar nicht so einfach. Der Inhalt einer zu druckenden Datei kann sich nämlich aus ganz unterschiedlichen Elementen zusammensetzen. Zuerst kommt natürlich der Text. Text kann mit unterschiedlichen Schriftarten, Fonts genannt, optisch dargestellt werden. Jeder kennt die Fonts Arial oder Courier. Text kann auch kursiv, fett oder unterstrichen dargestellt werden. Die Textinformation in einem Dokument wird normalerweise z. B. als ASCII oder Unicode eingebettet. Die Darstellung im Dokument erfolgt über die entsprechenden Formatierungsinformationen.


    Unterscheidung zwischen Pixel- & Vektorgrafiken

    Weitere Bestandteile einer Datei können aber auch grafische Informationen sein. Hierbei unterscheidet man hauptsächlich Rastergrafiken und Vektorgrafiken.


    Rastergrafiken setzen sich aus einzelnen Bildpunkten zusammen, wie sie z. B. auch auf Bildern zu sehen sind, die mit einer Digitalkamera erzeugt werden.


    Vektorgrafiken hingegen bestehen aus Linien, Kreisen, Kurven und anderen geometrischen Formen. Um z. B. das Bild eines Kreises zu beschreiben, werden für eine Vektorgrafik nur drei Informationen benötigt: die Koordinaten des Mittelpunktes, der Radius und die Füllfarbe.


    Ein Kreis in einer Rastergrafik benötigt sehr viel mehr Speicherplatz, da jeder Punkt des gefüllten Kreises mit Pixeln beschrieben werden muss.


    Nehmen wir also an, dass wir ein Word-Dokument haben, welche alle drei Elemente beinhaltet. Text, Rastergrafik und Vektorgrafik. Dieses Dokument soll nun also auf einem Drucker zu Papier gebracht werden.


    Verarbeitung der Druckdaten bei einem Matrixdrucker

    Haben wir einen sogenannten Matrixdrucker, wie z. B. einen Tintenstrahldrucker, muss die Darstellung des Dokuments über eine Komponente im Betriebssystem verarbeitet und streifenweise an den Drucker geschickt werden. Hierfür ist der Druckertreiber verantwortlich. Diesem Programm sind die Eigenschaften des Druckers bekannt und dadurch kann es die Darstellung des Dokumentes entsprechend der Möglichkeiten des Druckers wie Auflösung, Farboptionen usw. umwandeln und über die Schnittstelle zum Drucker senden. Im Drucker werden diese Streifen wieder untereinander ausgedruckt und ergeben dann den Ausdruck.


    Verarbeitung der Druckdaten bei einem Laserdrucker

    Ähnlich, aber doch ganz anders sieht es bei einem Seitendrucker, z. B. einem Laserdrucker aus. Ein Laserdrucker kann den Ausdruck einer Seite erst beginnen, wenn die Informationen über die Darstellung für die Seite komplett im Druckerspeicher vorliegen.


    Über den Druckertreiber werden diese Informationen getrennt nach Text mit Formatierungsanweisungen, Rastergrafik und Vektorgrafik an den Laserdrucker gesendet. Im Drucker wiederum arbeitet ein kleiner Computer, der Raster Image Processor, diese Informationen auf und baut daraus wieder die Darstellung einer kompletten Seite zusammen. Erst dann kann der eigentliche Druckprozess stattfinden.


    Verschiedene Druckertreiber und Ihre Anwendung

    Ein Druckertreiber ist meist nicht Bestandteil des Programms, sondern des Betriebssystems. Die Hersteller der Drucker programmieren passend zu ihren Geräten Druckertreiber und stellen diese den Betriebssystemherstellern zur Verfügung, damit diese die Treiber in ihre Betriebssysteme integrieren. Druckertreiber sind betriebssystemabhängig. Für ein Windows 32-Bit-Betriebssystem ist also ein anderer Druckertreiber als für ein Windows 64 Bit-Betriebssystem oder auch für Mac OS X erforderlich.


    Die Druckertreiber der Hersteller können aber auch separat installiert werden. Dazu liefert der Hersteller diese meist auf einem Datenträger mit dem Drucker zusammen aus und stellt sie heutzutage auch zum Download im Internet zur Verfügung.


    In früheren Jahren war es üblich, für jedes Druckermodell einen speziellen Druckertreiber zur Verfügung zu stellen. Heutzutage sind die Druckerhersteller bemüht, alle Druckertreiber für die angebotenen Gerätemodelle in einem einzigen universellen Druckertreiber zu vereinen. Damit wird dem Anwender eine identische Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt, egal ob die Druckausgabe auf einem Arbeitsplatzdrucker oder auf einem großen Kopierer erfolgen soll.


    Das kann sogar so weit führen, dass mit einem einzigen Druckertreiber Drucker unterschiedlicher Hersteller bedient werden können. Dieses Konzept wird von Xerox verfolgt. Damit kann dem Anwender, unabhängig vom Hardwarehersteller eine einheitliche Benutzeroberfläche des Treibers zur Verfügung gestellt werden. Dies vermeidet Produktivitätseinbußen, da sich die Anwender nicht erst mit den Optionen jedes Treibers eines neuen Herstellers vertraut machen müssen. Die IT-Abteilung wird dadurch ebenfalls entlastet, da kein Wechsel des Druckertreibers beim Wechsel des Druckerherstellers bzw. –modell erforderlich ist.


    Die unterschiedlichen Seitenbeschreibungssprachen

    Ein Druckertreiber verarbeitet die zu druckenden Dokumente jeweils in einer sogenannten Seitenbeschreibungssprache. Im Laufe der Entwicklung der Computer- und Drucktechnologien wurden viele verschiedene Seitenbeschreibungssprachen entwickelt. Hier eine kleine Auswahl:


    HP-GL (Hewlett Packard Graphic Language)

    Diese Sprache wurde von HP zur Ansteuerung von Stiftplottern entwickelt. Sie ist eine vektorbasierte Sprache, da Stiftplotter ja Vektoren zeichnen.


    PostScript

    PostScript wird seit 1984 von Adobe entwickelt. Es ist ebenfalls eine vektorbasierte Sprache. Mit einem PostScript-Druckertreiber kann aus beliebigen Anwendungen PostScript-Code erzeugt werden, der dann direkt an ein PostScript-fähiges Ausgabegerät gesendet werden kann. Dazu werden grafische Elemente und Schriften als skalierbare Vektorgrafiken beschrieben. Rastergrafiken können ebenfalls eingebettet werden. Sie werden dann je nach Auflösung des Ausgabegeräts neu skaliert.


    PCL (Printer Command Language)

    PCL ist eine Befehlssprache zum Steuern von Druckern. Sie wurde von Hewlett-Packard seit Beginn der 1980er Jahre mit dem Ziel entwickelt, alle Druckertypen über eine gemeinsame Standardsprache ansteuern zu können. Bei der Weiterentwicklung von PCL wurde darauf geachtet, dass die neue PCL-Version die vorhergehenden als Untermenge enthält und sie lediglich erweitert – die Versionen PCL 1 bis PCL 5 bauen also jeweils aufeinander auf. Sie werden daher als Level (engl. für Stufen) bezeichnet. PCL 6 Enhanced ist eine vollständig neue, komprimierte Seitenbeschreibungssprache, die syntaktisch in keinerlei Zusammenhang mit den bisherigen PCL-Versionen steht. PCL 6e wurde ursprünglich als PCL XL bezeichnet.


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