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    Alles über Tinte - Geschichte und Tinten-Arten

    Die Tinte begleitet die Menschheit schon viel länger als manche ahnen, denn viele bringen sie nur mit einem Federkiel und Pergament im Mittelalter in Verbindung. Doch die Tinte ist viel älter und nützlicher, als es dem Großteil der Menschheit bewusst ist. Diese intensiv gefärbte Flüssigkeit hält immerhin die wichtigsten Dokumente der Geschichte in Worten auf Pergament oder Papier fest und überdauert so Jahrhunderte und Jahrtausende, um den Nachfahren wichtige Informationen mitzuteilen. Ob Bytes und Festplatten ähnliches leisten können, wagen einige Fachleute zu bezweifeln.

    Das Wort Tinte leitet sich von dem lateinischen Wort 'tincta' ab, was so viel wie gefärbtes Wasser bedeutet. Unter Tinte verstehen die meisten Menschen die intensiv gefärbte Flüssigkeit, welche mit einem Füller oder Federkiel, manchmal sogar mit einem Pinsel, auf ein Stück Papier oder Tierhaut aufgetragen wird. Heutzutage wird noch mehr Tinte verbraucht als früher, jedoch in einem automatisierten Tintenstrahlverfahren für Drucker in der modernen Textverarbeitung. Bei einer Tinte handelt es sich in der Regel um eine Dispersion oder eine verschieden zusammen gesetzte Lösung aus Farbmitteln unterschiedlichen Ursprungs, die mit Wasser oder anderen Lösungsmitteln aufgetragen wird. Sie enthalten kaum oder gar keine Bindemittel. Die Tusche unterscheidet sich vorrangig durch einen höheren Gehalt an Bindemitteln von der Tinte, die dünnflüssiger ist und nicht die gleiche Farbkraft wie die Tusche ausstrahlt.


    Tinte Geschichte

    © Andrys | Pixabay.com



    Die Tinte - Seit 5000 Jahren im Gebrauch

    Die bisherigen Funde belegen die Verwendung von Tinte bereits vor 5000 Jahren im alten Ägypten. Seit etwa 2600 vor Christus wird sie auch in China verwendet und erst 1000 vor Christus wird sie dort durch die beliebtere indische Tusche ersetzt. Die Zusammensetzung der Tinte ist ganz unterschiedlich, da sie oftmals auch Zuhause hergestellt wurde. In den meisten Fällen besteht sie aus Ruß und Gummi Arabicum, wie das Gummiwasser auch genannt wird. Bei dem Ruß wird vorzugsweise verbrannte Nadelholzkohle wie auch Lampenöl verwendet. Sie wird mit Leim und Gelatine gebunden und zu Stangen geformt, die dann bei Bedarf mit etwas Wasser zu Tinte angerührt wird, bis die gewünschte Stärke erreicht ist. Eine ähnliche Methode verwenden die Kalligrafen bis heute bei der Herstellung ihrer Tinten. Eine bedeutende Erfindung fand im 3. Jahrhundert vor Christus statt, als die Eisengallustinte entstand. Sie besteht aus zwei wichtigen Bestandteilen, dem Eisensulfat und abgekochten Gallusäpfeln. Aus diesem Sud wurde unter Zugabe von Gummiwasser die sogenannte Eisengallustinte erzeugt, die als besonders beständig gilt und bis heute als dokumentenechte Tinte verwendet wird.


    Verschiedene Tinten für unterschiedliche Zwecke

    Es gibt zahlreiche Rezepturen, wenn es um die Herstellung von Tinte zum Schreiben geht. So berichtet der römische Dichter Cicero davon, dass die Tintenbeutel von Tintenfischen getrocknet und in einem Mörser zerstoßen wurden. Daraus wurde eine braunschwarze Tinte gewonnen, die als Sepia bekannt ist. Sie wird inzwischen zum Färben von Lebensmitteln verwendet, aber nicht mehr in der Tintenherstellung. Ihre Verwendung als Tinte ist allerdings auch erst ab 1780 belegt. Es gibt verschiedene Rezepturen, die im Mittelalter verwendet wurden, farblich unterschiedliche Tinten zu erzeugen. Ein goldfarbenes Pigment entstand, wenn Arsen(III)-sulfid mit Quecksilber vermischt wurde, um eine Goldtinte zu bekommen. Ähnlich wurde auch eine Silbertinte hergestellt. Als die Verwendung von Federkielen zum Schreiben aufkam, wurde eine neue Art der Tinte entwickelt, die als Dornrindentinte bezeichnet wird. Sie wurde nötig, da die Eisengallustinte zu schnell trocknete und dadurch den Federkopf verstopfte. Für wichtige Dokumente blieb es aber bei der Verwendung der Eisengallustinte. Auch die Bistertinte war lange Zeit beliebt und wurde vorzugsweise zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert verwendet.


    Die moderne Chemie verändert die Tinte

    Als die moderne Chemie im 19. Jahrhundert aufkam, wurden zahlreiche Farbstoffe entdeckt und als Tinte für das Malen oder Schreiben verwendet. Allerdings weisen die meisten wasserlöslichen Farbstoffe nur eine geringe Lichtechtheit auf und lassen sich viel zu leicht abwaschen, weshalb Richtlinien zur Herstellung von Tinten erstellt wurden, die auf permanent verwendeten Dokumenten benutzt werden durften. Im Jahr 1856 wurde aus diesem Grund erstmals eine komplette Rezeptur der Eisengallustinte veröffentlicht. Heute gibt es eine große Palette verschiedener Tinten, die für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Dazu gehört unter anderem die Druckertinte, die über ganz besondere Eigenschaften wie die unbegrenzte Mischbarkeit verfügt, um möglichst viele Farbtöne exakt erzeugen zu können. Zudem muss diese Tinte auch schnell trocknend und sollte lange farbecht bleibend sein.


    Tinte aus löslichen Farbstoffen

    Bei dieser Tintenart sind alle Farbstoffe chemisch erzeugt und in einem passenden Medium gelöst. Sie kann auch in einem Komplex gebunden sein. Sie wird gern von Schülern benutzt, da sie leicht zu handhaben ist und überall dort verwendet, wo dünne Federn oder Düsen nicht verstopfen sollen. Allerdings weist sie meist nur eine geringe Lichtechtheit auf.


    Eisengallustinte

    Heutzutage ist die Eisengallustinte zweistufig aufgebaut. Die Tintenflüssigkeit besteht aus Eisen(II)-sulfat und einem farblosen Gallat, wobei die dunkle Farbe durch einen entsprechenden dunklen Farbstoff erreicht wird. Sobald die Eisengallustinte trocknet verwandelt sich das Eisen(II) durch die Verbindung mit Sauerstoff zu Eisen(III), wodurch eine tiefschwarze Eisengallustinte entsteht. Da das in der Tinte enthaltene Eisen bei Luftkontakt sofort oxidiert, ist diese Eisengallustinte nur eine begrenzte Zeit haltbar, wenn das Tintenfass geöffnet wird. Aufgrund ihrer guten Haltbarkeit ist die Eisengallustinte für viele bedeutende Dokumente verwendet worden und sie trägt auch heute noch zur Bestandserhaltung von vielen Dokumenten bei, die die Geschichte überdauern sollen und müssen. Leider entsteht durch komplizierte chemische Prozesse im Laufe der Zeit aus Eisengallustinte auch Schwefelsäure wie auch freie Eisen(III) Ionen, welche den Untergrund wie Papyrus, Pergament oder Papier beschädigen oder sogar zerstören können. Dieser Vorgang wird von Fachleuten auch als Tintenfraß bezeichnet. Als Gegenmaßnahmen zur Erhaltung wertvoller Dokumente werden chemische Prozesse angewendet, um die Säure zu neutralisieren und die Stabilität des Papiers wieder her zu stellen.


    Wasserbasis Tinten

    Überall, wo geschrieben oder etwas markiert werden soll, wird eine wasserlösliche Tinte verwendet. Sie wird bevorzugt, weil sie sich nicht durch das Papier schlägt und es weniger auf die Trocknungsgeschwindigkeit ankommt. Tinten auf Wasserbasis trocknen weitaus langsamer als mit anderen Löse- oder Bindemitteln. Aus diesem Grund wird in Ländern, die klimatisch eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen, kaum wasserlösliche Tinte auf glatten Oberflächen verwendet, sondern Tinten auf einer Basislösung.


    Lösungsmittelbasierte Tinten

    Wer auf glatten Oberflächen wie Folien oder Glas schreiben möchte, braucht eine völlig andere Art von Tinte und hierfür werden Tinten genommen, die auf Lösungsmitteln basieren und oftmals auch wasserbeständig sind. Wer damit auf einem Stück Papier schreibt, wird das starke Verlaufen der Tinte beobachten und wie sie das Papier komplett durchtränkt. Als Lösungsmittel dienen entweder Ethylacetat oder Ethanol wie auch andere Carbonsäureester. In manchen Fällen wird auch Xylol oder Toluol genutzt. Diese Lösungsmittel verdunsten sehr schnell und lassen einen trockenen Film auf der glatten Oberfläche zurück, wobei die Luftfeuchtigkeit bedeutungslos ist. Deutsche Hersteller nutzen inzwischen vorzugsweise vergälltes Ethanol, also Spiritus, da es gesundheitlich als unbedenklich eingestuft wird.


    Tusche

    Sie wird in Europa eher selten zum Schreiben genutzt, während sie in Asien für die Kalligrafie oder Tuschmalerei verwandt wurde. Das Wort Tusche leitet sich aus dem französischen Wort 'toucher', d. h. berühren, ab und wird seit dem 17. Jahrhundert auch für das Auftragen von schwarzer Farbe benutzt. Es gibt keine einheitliche Rezeptur für Tusche und auch keine Verordnung, die eine gewisse Zusammensetzung vorschreibt. Lediglich für die Zeichentusche existiert die ISO 9957. Trotzdem enthalten die meisten Tuschen ein Farbpigment wie auch ein Bindemittel, welches gut auf dem Papier haftet. Dafür eignet sich zum eine wasserbasierte Lösung von Schellack oder Kunstharzen. Mithilfe von Schellackseife werden wasserfeste Tuschen erzeugt, die sich mit einer Klinge vom Papier abschaben lassen. Für die Künstlertusche wird oftmals sehr feiner Ruß verwendet, welcher mit Stellmitteln, Schellackseife und Wasser versetzt wird. Im Fernen Osten nutzen die Künstler Stangentuschen, die mit einem Reibstein in Wasser gerieben werden und im Handel als Chinatuschen zu haben sind.


    Tinten Arten

    © Joanna Kosinska | Unsplash.com



    Pigment-Tinten

    Pigmentstoffe können nicht wie chemisch erzeugte Farbstoffe in einem Medium aufgelöst werden, sondern werden entweder dispergiert oder aufgeschlämmt. Diese pigmentierten Tinten haben viele Vorteile wie eine besonders hohe Farbkraft und weisen eine große Lichtechtheit auf. Zudem erweisen sie sich als resistent gegen Chemikalien wie auch gegen Wasser, weshalb sich Pigment-Tinten auch als dokumentenecht erweisen. Allerdings ist die Handhabung nicht ganz einfach, da sich die Pigmente schon nach kurzer Zeit am Boden absetzen und dort einen festen Bodensatz bilden. Diese Pigment-Tinten werden auch für Whiteboards genutzt, allerdings werden dafür möglichst grobe Pigmente genutzt, damit diese sich leichter entfernen lassen. Wer helle Farbtöne nutzt, kann die farbstoffbasierten Tintenflüssigkeiten leichter von den pigmentierten Tinten unterscheiden, da sich bei diesem Verfahren die Pigmente oft am Boden absetzen.


    Dufttinte

    Dufttinten sind Tinten, die mit ätherischen Ölen, Parfüm oder anderen Duftstoffen versetzt wurden. Diese Dufttinten sind bereits seit 1660 bekannt. Sie werden zum Beispiel mit dem Duft von Rosen, Lavendel, Blüten oder Gräsern versetzt. Sie wurden gern beim Schreiben von Liebesbriefen verwendet. Heute gibt es sie zusätzlich mit Duftnoten wie Schokolade, Obst oder diverse Holzdüfte. Für Liebhaber anderer Düfte gibt es auch technisch orientierte Duftnoten.


    Gel-Tinte

    Anfang der 1990er Jahre kam die Geltinte auf, die sich schnell verbreitete und zu einem Trendsetter bei den Jugendlichen und Kreativen wurde. Hinter der Geltinte verbirgt sich meist eine pigmentierte thixotrope Tinte auf Wasserbasis, die aber auch farbstoffbasiert sein kann. Sie unterscheidet sich vorrangig durch ihr Fließverhalten von anderen Tinten, da diese Tintenart ein strukturviskoses Verhalten aufweist. Das bedeutet, sie ist in der Ruhe eine dickflüssige Substanz, die aber in der Bewegung dünnflüssiger wird. In Gelstiften sorgt die Kugel in der Schreibspitze für die Verflüssigung der Gelsubstanz. In der Geltinte können Pigmente verwendet werden, die sonst nur schwer in Tintenflüssigkeiten verwendet werden können, da sie schnell einen festen Bodensatz bilden würden. Ganz neu auf dem Markt sind die so genannten Liquidgele, die ähnliche wie die Geltinten hergestellt werden. Aber sie werden dünnflüssiger erzeugt und bestehen aus Farbstofflösungen. Ihre niedrige Viskosität lässt in Papier leichter eindringen, weshalb dieser Liquid-Gelstift weniger kleckst.


    Geheimtinten

    Die vielleicht interessantesten Tinten sind die sogenannten Geheimtinten. Sie bleiben unsichtbar, bis die Mitteilung entschlüsselt werden soll. Es soll bereits vor 2000 Jahren Geheimtinten zur Verschlüsselung von geheimen Botschaften genutzt worden sein. Sie werden auch als chemische oder sympathetische Tinten bezeichnet. Manche wurden sichtbar, wenn sie in eine Flüssigkeit wie Milch getaucht oder der Hitze ausgesetzt wurden. Später gab es Geheimtinten, die unter Anwendung einer bestimmten Chemikalie sichtbar wurden oder mithilfe einer speziellen Lampe zum Vorschein kamen. Geheimtinten werden inzwischen als ein Teilgebiet der Steganographie, der Geheimschriftenlehre, verstanden. Es gab auch einige Tintenrezepturen, die zunächst sichtbar waren, aber dann unsichtbar wurden.



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