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    Tiefdruckverfahren

    Unter dem Begriff Tiefdruck wird ein Sammelbegriff verschiedener Druckverfahren verstanden, bei denen auf einer blanken Metallfläche linien-, punkt- oder flächenartige Vertiefungen mit Druckfarbe gefüllt werden. Anschließend wird die Druckfarbe auf ein Papier, bzw. den Bedruckstoff übertragen, das durch Pressen in die Vertiefungen gezwungen wird. Man unterscheidet dabei verschiedene Tiefdruckverfahren, welche je nach Einsatzbereich angewendet werden.


    Tiefdruck - die Ursprünge

    Nach dem Hochdruck gehört der Tiefdruck zu den ältesten Druckverfahren überhaupt. Dieser ist bereits im 15. Jahrhundert in Deutschland nachweisbar - und zwar als "Kupferstecherkunst". Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die ältesten Kupferstiche noch viel älter sind, denn die Gravur auf den aus dem Altertum stammenden Gefäßen und Schmückstücken ist ebenfalls auf das Tiefdruckverfahren zurückzuführen.


    Tiefdruckverfahren - Ursprung

    © Morphart Creation | Shutterstock.com



    Das Tiefdruckverfahren - die wichtigsten Merkmale

    Das Charakteristische am Tiefdruckverfahren sind die druckenden Teile der Druckform, welche vertieft sind. Die Oberfläche selbst wird nach dem Einfärben von der Farbe befreit, sodass die Druckfarbe nur in den Vertiefungen zurückbleibt. Durch Saugwirkung übernimmt das Papier, welches stark gegen die Druckform gepresst wird, die Farbe.

    So besteht das Druckwerk einer Druckmaschine, die nach diesem Prinzip arbeitet, aus einem Druckzylinder (oder Presseur), einer Farbwanne, der Rakel, dem Formzylinder und dem Trocknungssystem. Nachdem der Formzylinder in die dünnflüssige Druckfarbe in der Farbwanne eingetaucht wurde, werden die Vertiefungen im Druckformzylinder, auch Näpfchen genannt, mit Farbe befüllt. Die Rakel entfernt überschüssige Farbe, welche zurück in die Farbwanne wandert, sodass ausschließlich die Näpfchen mit Farbe befüllt bleiben. Anschließend erfolgt der Druckvorgang, bei dem der Presseur für einen hohen Anpressdruck sorgt. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass die Farbe möglichst vollständig auf den Bedruckstoff übertragen wird. Der Presseur sorgt außerdem dafür, dass der Bedruckstoff durch das gesamte Druckwerk transportiert wird. Der Bedruckstoff sollte saugfähig und glatt sein, um die Farbe optimal aufsaugen zu können.

    Der Tiefdruck stellt das einzige Druckverfahren dar, bei dem verschiedene dicke Farbschichten gedruckt werden können, sodass der Tonwert variiert werden kann. Dies ist der unterschiedlichen Näpfchentiefe zu verdanken, welche eine Tiefe von 4 Mycrometern bis hin zu 40 Mycrometern aufweisen können. Je tiefer das Näpfchen ist, desto dunkler wird der Farbton nach dem Druckvorgang, da der Druckstoff die gesamte Farbe aus dem Näpfchen aufsaugt.


    Tiefdruckverfahren

    Tiefdruckverfahren - Erkennungsmerkmale

    Das Erkennungszeichen des Tiefdruckverfahrens ist die Erhöhung auf der Rückseite des bedruckten Papiers. Diese entsteht durch den Druck in das feuchte Papier, bei dem ein Plattenrand erzeugt wird, welcher sich in das Papier einprägt. Da nach dem Druckvorgang die fertigen Drucke feucht sind und erst getrocknet werden müssen, schrumpfen sie beim Trocknungsvorgang etwas zusammen. Aus diesem Grund entsteht eine ungleichmäßig verlaufende Schrumpfung, welche 1 bis 2 Prozent betragen kann und mit geringen Maßdifferenzen bei verschiedenen Abzügen von einer Platte resultiert. Ein weiteres Erkennungszeichen beim Tiefdruckverfahren ist das Fehlen scharfer Kanten an Strichzeichnungen und Buchstaben. Vielmehr entsteht ein Zackenrand- oder Sägezahneffekt, da bei Drucken alle druckenden Stellen gerastert werden.


    Tiefdruck im industriellen Bereich

    Das am häufigsten angewendete Verfahren des Tiefdrucks im industriellen Bereich ist der sog. Rakeltiefdruck oder Rotationsdruck. Solches Tiefdruckverfahren ist für große Auflagen geeignet. Denn bei den Druckmaschinen, die hier zum Einsatz kommen, liegt die Druckleistung bei 60.000 Drucken pro Stunde. Dabei wird Zylinder gegen Zylinder gedruckt, sodass die Druckformen nicht aus Druckplatten bestehen. Bei dem Rotationsdruck entstehen sehr gute Ergebnisse, da das reproduzierte Bild der Originalvorlage sehr nahe kommt.

    Der sogenannte Bogentiefdruck ist weniger verbreitet als der Rotationstiefdruck. Seinen Einsatz findet dieser beim Druck von Metallfarben, Leuchtstofffarben und Lacken als Sonderfarbe auf fertigen Druckbögen.

    Der Tampondruck eignet sich am besten für das Bedrucken von dreidimensionalen Oberflächen und von Verpackungen. Dabei nimmt ein aus Silikonkautschuk bestehender und elastischer Tampon die Farbe aus der Tiefdruckform. Durch die Beschaffenheit des Tampons ist es möglich, die Farbe auf dreidimensionale Oberflächen zu übertragen.


    Tiefdruck im Kunstbereich

    Zu den Tiefdruckverfahren, welche im Kunstbereich angewendet werden, gehören die Radierung, die Schabtechnik sowie der Kupfer- und der Stahlstich. Der Kupferstich gilt dabei als Vorbild der Tiefdrucktechnik. Bei diesem wird in den Kupferzylinder das Druckbild mit einer Nadel, einem Stichel, einem Roulette oder einem Laser geprägt.

    Ansonsten wird im künstlerischen Tiefdruck zwischen dem trockenen Verfahren und dem nassen Ätzverfahren unterschieden. Die trockenen Verfahren beruhen auf der physikalischen Kaltverformung der Druckplatte und umfassen Verfahren wie Kupferstich, Kaltnadelradierung, Steinradierung und die Schabtechnik. Beim nassen Ätzverfahren wird Material mit chemischen oder galvanischen Methoden entfernt. Hierzu gehören Aquatinta, Ätzradierung, Weichgrundätzung und zum Teil auch der Stahlstich. Daneben gibt es auch Mischtechniken wie z.B. den Reliefdruck oder den Prägedruck, bei denen die keine strenge Grenze zwischen dem trockenen und dem nassen Verfahren besteht.


    Heutige Anwendungsbereiche

    Heutzutage wird der Tiefdruck meist bei sehr hohen Auflagen verwendet und zwar bei Auflagen ab 100.000 Exemplaren. Darunter fallen Kataloge, Zeitungen und Zeitschriften. Daneben wird dieses Druckverfahren bei Verpackungen angewendet. Zu diesen zählen beispielsweise Folien-Verpackungen oder Tetrapacks. In der Zigarettenindustrie wird ebenfalls der Tiefdruck angewendet. Der Textildruck, der Dekodruck und der Wertpapierdruck sind heutzutage ohne das Tiefdruckverfahren ebenfalls kaum vorzustellen. Denn immerhin liegt der wertmäßige Anteil dieses Druckverfahrens an der gesamten Druckindustrie bei rund 22 Prozent.



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