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    Die Radierung als grafisches Tiefdruckverfahren

    Die Radierung ist ein Tiefdruckverfahren aus dem grafischen Bereich, das unter anderem im Bereich der Kunst eingesetzt wurde bzw. wird. Es ist ein sehr altes Druckverfahren, das bereits im 16. Jahrhundert entwickelt wurde. Häufig wird die Radierung auch als Ätzkunst bezeichnet, da die eigentlichen Druckmotive in Form von Zeichnungen durch ätzende Flüssigkeiten wie beispielsweise Säuren in die Druckplatten eingebracht werden. Es gibt verschiedene Verfahren, die zu den Tiefdruck-Ätztechniken zählen, beispielsweise die Kreidetechnik, die Weichgrundätzung und die Farbradierung, um nur einige Beispiele zu nennen. Eine besondere Art dieses Herstellungsverfahrens für Kunstdrucke ist die Kaltnadeltechnik, bei der aber ohne Säure gearbeitet wird. Bei ihr werden die bezeichnenden Linien mit einer speziellen Radiernadel, die auch als kalte Nadel bezeichnet wird, auf die Druckplatte aufgebracht, um die für den Druck benötigten Vertiefungen zu erzeugen. Bei diesem Verfahren kann ein besonders zarter und heller Abdruck des späteren Motivs erzeugt werden.


    Der Herstellungsprozess der Vorlage bzw. Druckplatte

    Die Druckplatte wird zunächst mit einer säurebeständigen Schicht überzogen. Diese Schicht besteht aus einer Mischung, die unter anderem Wachs und Asphalt enthalten kann. Nun kommt eine Radiernadel zum Einsatz, mit deren Hilfe die Anfertigung der eigentlichen Zeichnung erfolgt. Es handelt sich um eine spitze Stahlnadel, die das blanke Material an den später zu druckenden Stellen freilegt.

    Radierung

    © MJ S | Unsplash.com


    In der Regel handelt es sich um eine Platte aus Kupfer. Die Druckplatte wird anschließend in ein Säurebad gegeben, das aus Salpetersäure oder Eisenchlorid bestehen kann. Das Metall wird nun an den blanken Stellen der Druckplatte etwas weggeätzt, wodurch Vertiefungen entstehen. Hierbei spielt die Einwirkzeit der Säure eine große Rolle. Je länger diese ist, umso tiefere Linien entstehen in der Druckplatte, die später wiederum für einen stärkeren und dunkleren Abdruck sorgen. Um unterschiedliche Druckstärken zu erreichen, können während einer Unterbrechung des Ätzbades einzelne Stellen der Druckplatte mit einer säurebeständigen Schicht bedeckt werden, um die Platte anschließend wieder in die Säure zu geben und den Ätzvorgang fortzusetzen. Natürlich lassen sich auf diese Weise auch mehrere Abstufungen erzeugen, die von einem hellen Grau bis hin zum tiefen Schwarz reichen.


    Der Druckvorgang selbst

    Nachdem die Druckplatte angefertigt wurde, beginnt die Vorbereitung zum eigentlichen Druck. Wie bei anderen Tiefdrucktechniken auch, erfolgt nun das Färben der Druckplatte mit der Druckerfarbe. Dabei dringt die Farbe in die mehr oder weniger starken Vertiefungen der Druckplatte ein. Nachdem Einfärben wird die Druckerfarbe von der Oberfläche entfernt, sodass nur noch die zu druckenden Linien in den Vertiefungen der Druckplatte Farbe enthalten. Handelt es sich um eine Farbradierung, so wird die Druckplatte in der einfachsten Variante nacheinander mit verschiedenen Farben eingefärbt. Alternativ kann auch eine Mehrplattenfarbradierung zum Einsatz kommen, bei der mehrere Farben mithilfe mehrerer Platten nacheinander auf das Druckpapier übertragen werden. Nun kann der eigentliche Druckvorgang beginnen, bei dem die Farbe in den Vertiefungen auf das Druckmedium aufgetragen wird. Hierfür setzt man eine Druckerpresse ein. Diese erzeugt den notwendigen Druck, um die Farbe auf das angefeuchtete Druckerpapier zu übertragen.


    Die Geschichte der Radierung und deren Einsatz in der Gegenwart

    Entwickelt wurde die Radierung bereits im sechzehnten Jahrhundert aus dem Kupferstich, wobei das Ätzverfahren aus der Schmiedekunst für Silber und Waffen stammt. In der Folgezeit gewann die Radierung vor allem im Bereich der Kunst eine hohe Bedeutung. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts verloren die Druckverfahren Radierung und Kupferstich an Bedeutung, als andere Vervielfältigungstechniken aufkamen, zu denen zum Beispiel die Lithographie zählt. Von dort an entwickelte sich die Radierung zu einem wichtigen Zweig der künstlerischen Grafik. Im 20. Jahrhundert kam es auch wieder zu einer vermehrten Anwendung der Radierung, wenn auch inzwischen hochtechnisiert. Hierbei erfolgte die Vorbereitung der Walzen, welche die Druckplatten inzwischen ersetzt haben, computergesteuert. Die Walzen wurden entweder graviert, wie dies auch der Kupferstich der Fall war, oder fotochemisch geätzt. In der heutigen Zeit stellt die Radierung hauptsächlich eine Kunstform dar, die bei Sammlern äußerst beliebt ist. Aufgrund der hohen Auflagen einzelner Kunstobjekte und deren relativ geringe Preise handelt es sich zudem um eine erschwingliche Kunstform.



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