5€ Sofortgutschein* für Ihre Newsletteranmeldung - Jetzt anmelden ⟶

    Lithographie (auch Steindruck) - eines der ältesten Druckverfahren

    Die Lithographie wird häufig auch als Steindruck bezeichnet und wurde bereits Ende des achtzehnten Jahrhunderts von Alois Senefelder erfunden. Das Druckverfahren ermöglichte erstmals auch höhere Auflagen von Drucksachen in Farbe. Der Hauptunterschied zu den meisten anderen Druckverfahren besteht darin, dass die Lithographie nicht auf der Grundlage eines Reliefs arbeitet, um zu bedruckende oder nicht zu bedruckende Stellen voneinander zu unterscheiden. Vielmehr sind es die Gegensätze von Fett und Wasser, auf denen das Druckverfahren basiert.


    Lithographie / Steindruck

    © dalinas | Shutterstock.com



    Wie die Lithographie funktioniert

    Der Begriff Lithographie leitet sich vom altgriechischen Begriff für den Stein (Lithos) sowie dem Schreiben (Graphein) ab. Bereits aus diesen beiden Begriffen lässt sich ableiten, um was es bei der Verfahrensweise dieses Druckvorganges in der Lithographie geht. Eine Steinplatte dient quasi als Basis für dieses Druckverfahren. Die Steinplatte selbst wird vor der Anwendung für das Druckverfahren zunächst plan geschliffen. Das zu druckende Motiv wird dann seitenverkehrt entweder mit Fettkreide oder mit Tinte auf diese Steinplatte gezeichnet. Anschließend erfolgt eine Behandlung der Platte mit einer ätzenden Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit dringt dort in den Stein ein, wo keine Tinte oder Kreide aufgetragen wurde. Wird später die Druckerschwärze auf den Stein aufgetragen, so bleibt diese nur an den mit Tinte oder Kreide gezeichneten Stellen haften. Die ätzende Flüssigkeit hingegen stößt die Druckerfarbe ab. Mit der Steinplatte können nun beliebig viele Abzüge auf Papier hergestellt werden. Die Farbübertragung auf den Abzug durch den Stein erfolgt auf spezielles, für dieses Druckverfahren geeignetes Papier. Der eigentliche Druckvorgang bei der Lithographie kann entweder handwerklich oder auch maschinell erfolgen.


    Der Lithographiestein als Druckvorlage

    Bei nahezu jedem Druckverfahren wird eine bestimmte Druckvorlage benötigt. Hierbei handelt es sich um das Medium, das die zu druckenden Inhalte in Form von Texten, Bildern oder auch Zeichnungen enthält. Bei der Lithographie dient der gleichnamige Stein als Vorlage zum Erstellen von beliebigen Abzügen. Die Stärke des Steins liegt zwischen etwa fünf und zehn Zentimetern. Natürlich können nicht beliebige Steine als Druckvorlagen für die Lithographie eingesetzt werden. Die Qualität des Lithographiesteins hat einen wesentlichen Einfluss auf das spätere Druckergebnis. Die speziellen Steine werden aus verschiedenen Vorkommen in Frankreich, in der Schweiz und auch in Deutschland gewonnen und vor der Verarbeitung während des Drucks geschliffen. Die Steine müssen zunächst exakt eben geschliffen werden und eine bestimmte Stärke besitzen, damit sie während des Drucks mithilfe der Steindruckpresse nicht beschädigt werden können. Es ist sehr wichtig, dass der Lithographiestein an allen Stellen exakt die gleiche Stärke besitzt, um beim Druckvorgang nicht zu verspannen und dadurch zu brechen. Lithographiesteine können übrigens mehrfach verwendet werden. Das bereits auf dem Stein enthaltene Druckbild kann durch Abschleifen entfernt werden. Allerdings funktioniert dies nur, solange eine bestimmte Mindeststärke des Steins gegeben ist.


    Die Zeichenmittel und Zeichengeräte für den Steindruck

    Für die manuelle Erstellung einer Druckvorlage wird eine spezielle lithographische Tusche verwendet. Hierbei handelt es sich um eine zusammengemischte Substanz aus Wachs, Fett, Seife und Ruß. Als Alternative zur Tusche gilt die Lithographiekreide, mit deren Hilfe auch problemlos Zeichnungen ähnlich wie mit Bleistiften angefertigte erstellt werden können. Man unterscheidet wie bei den Bleistiften auch hier zwischen verschiedenen Härtegraden, mit denen unterschiedliche Effekte erreicht werden. So werden weichere Kreiden beispielsweise zum Erstellen von Flächen und Schatten eingesetzt, während härtere Kreiden vor allem zum Anfertigen von Umrissen und Abstufungen geeignet sind. Die Tusche wird in der Regel mit einer Zeichenfeder auf den Stein übertragen. Die Kreide ist in Form von vierkantigen Stäbchen oder Stiften verfügbar. Die Stäbchen können für eine bessere Handhabung in einen speziellen Halter eingespannt werden. Da der Stein für die Lithographie während des Zeichens nicht mit der Hand berührt werden sollte, arbeitet der Zeichner bzw. der Lithograph an einem besonderen Zeichentisch, dem Lithographiepult bzw. Lithographietisch. Dieser spezielle Tisch mit einer leicht geneigten Arbeitsfläche ermöglicht es den Lithographien, den Stein mit der Feder, der Kreide oder einem Schaber zu bearbeiten, ohne dabei Gefahr zu laufen, den Stein selbst mit der Hand zu berühren.


    Zur Entstehung und Entwicklung dieser Drucktechnik

    Die Lithographie entstand aus der Notwendigkeit heraus, kostengünstige und einfache Möglichkeiten der Vervielfältigung von Schriftstücken zu finden. Der Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder, suchte als Theaterschriftsteller ein kostengünstiges und möglichst einfaches Verfahren, um Manuskripte für ein selbst verfasstes Theaterstück zu drucken. Nach einigen Versuchen entdeckte er, dass es zu einer Abstoßreaktion von Fett und Wasser auf bestimmten Steinen kam und entwickelte daraus am Ende des achtzehnten Jahrhunderts den Flachdruck, der später den Begriff Lithographie erhielt. Einige Jahre nach der Entwicklung dieses Druckverfahrens wurden Dokumente wie beispielsweise Plakate für Messen oder Ausstellungen oder auch verschiedene Produktwerbungen nach diesen Druckverfahren hergestellt. Am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gehörte die Lithographie zu einem der am häufigsten genutzten und somit den erfolgreichsten Druckverfahren. Anfangs wurde die Lithographie nur zur Erstellung von nicht künstlerischen Werken wie beispielsweise dem Druck von Texten oder Noten verwendet. Später wurden jedoch auch künstlerische Motive mit dem Steindruck erstellt. In Frankreich wurde im neunzehnten Jahrhundert eine Variante der Lithographie entwickelt, die auch mehrfarbige Steindrucke möglich machte. Bei der sogenannten Chromolithographie wurden farbige Motive in bis zu 25 einzelne Farben zerlegt und in ebenso vielen einzelnen Druckvorgängen nacheinander gedruckt. Es handelt sich hierbei also um ein zwar sehr hochwertiges, dafür aber auch sehr aufwendiges Druckverfahren. Als am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts der indirekte Flachdruck, also der sogenannte Offsetdruck, erfunden wurde, entwickelte sich diese neue Drucktechnik sehr schnell und wurde zum später am meisten verwendeten Druckverfahren. Der Offsetdruck ermöglichte es, sowohl Zeitungen, Zeitschriften als auch Bücher in enormen Auflagen herzustellen, und das relativ preisgünstig. Der Steindruck gilt allerdings trotzdem als einer der Meilensteine im Bereich der Drucktechnik.



    Nie wieder leere Tinten und Toner

    Wenn Sie es möchten, bestellen Ihre Drucker benötigte Toner & Tinte ab sofort ganz von alleine.
    Und das beste: Die Versandkosten bezahlen wir!

    Der Printer Care-Newsletter

    Jetzt mit 5€ Gutschein für Ihre erste Bestellung!*

    Unser Newsletter informiert Sie bequem über Rabatt-Aktionen für Ihren Drucker und News aus der Drucker-Welt.

    Die Abmeldung vom Newsletter ist jederzeit kostenfrei möglich.
    Unsere Kundenbewertungen
    Kostenlos!
    Hiermit dauerhaft Versandkosten sparen

    Mit dem Printer Care Online-Management bestellen Ihre Drucker, wenn Sie es wünschen, halb- oder vollautomatisch Toner & Tinte. Und das beste: Bei allen Bestellungen aus dem Online-Management ist der Versand kostenlos!

    Direkt vom Hersteller
    Hergestellt in Deutschland
    24 Monate Garantie

     

    Der Online-Shop für Drucker, originale Druckerpatronen, Rebuilt Toner & Refill Tinten.