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    Der Kupferstich - Geschichte, Funktionsweise & Einsatzgebiete

    Das erste, grafische, kalte Tiefdruckverfahren der Geschichte war der Kupferstich. In der Renaissance wurde das Verfahren des Kupferstichs von Goldschmieden, die das Verfahren aus dem damals bekannten Gravierverfahren entwickelten, eingeführt. Die Goldschmiede der Rennaissance waren als Experten gefragt, wenn es um die Verzierung von Schmuckstücken, Kannen, Rüstungen, Kelchen und vielen Alltagsgegenständen ging. Sie brachten häufig aufwendige Dekore auf Ziergegenstände auf, indem sie mit sogenannten Grabsticheln bzw. Linienmanieren Motive in das Metall einritzten. Dabei entstanden Vertiefungen, die als "Creux" bezeichnet wurden. Da die Entwicklung der Dekore viel Arbeit machte, begannen die Goldschmiede relativ früh mit der Übertragung der Entwürfe auf Papier, um diese zu sichern und wieder verwenden zu können. Dazu wurden Farben, Pasten oder Ruß in die Vertiefungen des Kupferstichs eingerieben, die dann mittels Druck auf angefeuchtetes Papier übertragen wurden. Schnell fanden die Goldschmiede, die so zu den ersten Kupferstechern wurden, heraus, dass flache Metallplatten sich gut eigneten, um Grafiken zu drucken. Die ersten wirklichen Kupferstiche entstanden wohl im Jahre 1430. Einer der bekanntesten, gelernten Goldschmiede, die in dieser Zeit sowohl mit der Gravurtechnik als auch mit der Kupferstichtechnik vertraut waren, war Albrecht Dürer. Dürer wird auch die Perfektionierung des Kupferstichverfahrens zugeschrieben.


    Kupferstich

    © zummolo | Shutterstock.com



    Funktionsweise des Kupferstichverfahrens

    Bei dem grafischen Tiefdruckverfahren Kupferstich wird die Oberfläche einer Kupferplatte, welche zirka 1 bis 3 mm stark sein sollte, zunächst geglättet und mit einer dünnen Schicht aus Wachs, Firnis, Ruß oder Kreide überzogen. Auf diese Schicht wird das Motiv, welches im Kupferstich gedruckt werden soll, seitenverkehrt übertragen. Anschließend werden die Linien des Motivs mittels Grabstichel in das Metall eingeritzt, wobei die entstandenen Kupferspäne entfernt werden. Sehr dicht aneinander liegende Linienritzungen erzeugen im Motiv Flächen. Die Strichführung erfolgt parellel in einem Schraffursystem, sodass im Gegensatz zur Radierung eine freie Linienführung nicht durchführbar ist. Der einzelne Strich beginnt in einer haarfeinen Linie, schwillt dann an und endet wieder in einer haarfeinen Linie. An beiden Seiten der geritzten Furchen entstehen Grate. Im Gegensatz zu Kaltnadelradierungen werden die Grate entweder mit einem Schaber entfernt. Entsprechend hat der Strich beim Kupferstich glatte Ränder und zeigt keine Verschattungen. Die Grate müssen aber nicht unbedingt entfernt werden. Wenn die Grate nicht entfernt werden, ergibt sich eine besondere Wirkung im gedruckten Abzug des Kupferstichs. Die Platte wird vor dem Druck erwärmt und mit Farbe bestrichen. Durch die Wärme dringt die Farbe bis in feinste Vertiefungen ein und füllt die komplette Struktur und die Linien des Motives aus. Überschüssige Farbe wird von der Platte abgewischt. Der Kupferstich wird mittels Druckerpresse auf das angefeuchtete Papier gedrückt. Durch den Druck wird die Farbe aus den Vertiefungen der Platte auf das Papier übertragen. Allerdings ist die Kupferstich-Technik eine sehr arbeitsintensive Art des Druckens, die dem Kupferstecher viel Zeit, Kraft und Können abverlangt. Zudem können bei der Erstellung der Drucke nur klare Punkte und Linien übertragen werden. Tonabstufungen sind nicht möglich.


    Einsatzgebiete des Kupferstichs

    Der Kupferstich wurde in der Vergangenheit, und teilweise heute noch, für aufwendige Buchillustrationen genutzt. Früher wurden Kupferstiche von namhaften Künstlern gefertigt und ersetzten die heutige Fotografie beim Abbilden von Städten, Herrensitzen und adligen bzw. bekannten Persönlichkeiten. Der Kupferstich diente auch als Art des Druckverfahren für die Reproduktion von Gemälden. Allerdings wurde er bald durch andere Verfahren ersetzt, die mehr farbige Drucke in unterschiedlichen Abstufungen ermöglichten. Im künstlerischen Bereich wird auch heute noch mit dem Kupferstich gearbeitet.



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