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    Der Flexodruck als gängiges Hochdruckverfahren

    Beim Flexodruck liegen die zu bedruckenden Flächen höher als die Flächen, die nicht bedruckt und mit Druckfarbe eingefärbt werden. Aus diesem Grunde wird der Flexodruck häufig auch als Hochdruckverfahren bezeichnet. Der eigentliche Druckvorgang erfolgt mithilfe niedrigviskoser Farben, die auf die erhöhten Flächen der flexiblen Druckplatten aufgetragen werden und dann am eigentlichen Druckobjekt haften bleiben. Die flexiblen Druckplatten aus Fotopolymer oder ähnlichen Materialien gaben dem Flexodruck übrigens auch seinen Namen. Der Flexodruck wurde in früheren Zeiten als Anilindruck bezeichnet. Dieser Name entstand aus den in der damaligen Zeit verwendeten Farben auf Anilinbasis.


    Zum Prinzip dieses Druckverfahrens

    Das Hochdruckverfahren arbeitet mit Druckelementen, die leicht erhöht sind, also quasi reliefartig vorliegen. Damit besitzt das Verfahren eine Gemeinsamkeit mit dem Buchdruck. Die Druckfarbe besteht aus einer sehr dünnflüssigen und lösemittelhaltigen Flüssigkeit. Mithilfe des Flexodrucks ist es möglich, einzelne Druckelemente mit schnelltrocknender Farbe zu versehen. Die Druckwalzen bestehen aus Zylindern, die mit speziellen Platten aus Kunststoff oder Gummi versehen wurden. Auf ihnen werden die flexiblen Druckplatten aus Fotopolymer angebracht. Die Druckplatten werden über eine Farbwanne, eine Farbwalze sowie eine spezielle Rasterwalze mit der Druckfarbe versehen. Anschließend erfolgt der eigentliche Druck, bei dem das Druckobjekt, also das zu bedruckende Medium, mithilfe eines Gegendruckszylinders am Druckzylinder vorbeigeführt wird. Durch leicht unterschiedliche Methoden des Flexodruckes, entstehen auch Abweichungen in der Bauweise. Man unterscheidet in dem Fall zwischen Tauchwalzendruckwerk (Abbildung 1), welches bereits veraltet ist und dem Kammerrakeldruckwerk (Abbildung 2). Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Flexodruck um ein Hochdruckverfahren. Dadurch können an den Druckmedien Quetschränder sowie leichte Vertiefungen bzw. Erhöhungen auftreten, die sichtbar und spürbar sind. Diese Beeinträchtigungen sind auf den mechanischen Druck auf das Druckobjekt zurückzuführen.


    Tauchwalzendruckwerk

    Abbildung: Tauchwalzendruckwerk



    Zu den verschiedenen Einsatzgebieten des Flexodrucks

    Der Flexodruck findet seine Verwendung hauptsächlich dort, wo sehr viele Medien bedruckt werden sollen. Er kommt heute vor allem im Verpackungsdruck zum Einsatz. Dinge wie Verpackungen für Süßwaren, Folien, Tapeten, Servietten oder auch Kartons und Wellpappe werden hauptsächlich mit diesem Druckverfahren verarbeitet. Natürlich ist es auch möglich, Printmedien wie Zeitungen mit diesem Druckverfahren herzustellen. Allerdings wird der Flexodruck nur in wenigen Ländern zu diesem Zweck eingesetzt. Der Zeitungsflexodruck erfolgt übrigens mithilfe dünnflüssiger und sehr intensiver Farben. Der Vorteil bei diesem Druckverfahren für den Zeitungsdruck besteht darin, dass die Druckmedien später wesentlich abriebfester sind als solche, die mit dem Offsetdruck bearbeitet wurden. Diese Eigenschaft ist zugleich auch ein Erkennungsmerkmal dafür, dass Printmedien mit dem Flexodruck erstellt wurden.


    Kammerrakelsystem

    Abbildung: Kammerrakeldruckwerk



    Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile dieses Druckverfahrens

    Einer der Hauptvorteile des Flexodrucks besteht darin, dass es sehr viele Einsatzmöglichkeiten gibt. Neben den bereits erwähnten Druckmedien lassen sich sogar Tragetaschen, Beutel oder Säcke mit diesem Druckverfahren bedrucken. Außerdem handelt es sich um ein relativ schnelles Druckverfahren, da ausschließlich schnelltrocknende Farben zum Einsatz kommen. Eine Kopplung mit Maschinen zur Weiterverarbeitung der Medien ist problemlos möglich. Die Druckzylinder lassen sich relativ preisgünstig herstellen. Auch Änderungen an den Druckvorlagen sind relativ einfach möglich, ohne dass die Druckzylinder komplett neu eingerichtet werden müssen. Selbst auf relativ rauen Papieren oder anderen Druckvorlagen lassen sich sehr schön liegende Flächen erreichen. Allerdings besitzen die Farben nur eine relativ geringe Deckkraft. Ein Einsatz von Lösungsmitteln ist nur eingeschränkt möglich, sofern mit fotopolymeren Druckplatten gearbeitet wird. Bei den Konturen der Druckelemente kann es zu Unschärfen kommen. Auch die Einrichtzeiten sind relativ hoch, sodass sich nur relativ hohe Druckauflagen lohnen.


    Die verschiedenen Maschinentypen für den Flexodruck

    Es gibt mehrere unterschiedliche Maschinentypen für den Flexodruck, die sich hauptsächlich in der Konstruktion und in der Anordnung der einzelnen Bestandteile der Druckmaschinen voneinander unterscheiden. Die beiden gängigen Typen wurden bereits auf den Grafiken dargestellt. Die sogenannte Monozylindermaschine besitzt lediglich einen großen Gegendruckzylinder, um den herum alle einzelnen Druckwerke angeordnet sind. Diese Anordnung der einzelnen Maschinenbestandteile wird übrigens auch als Satellitenanordnung bezeichnet. Neben der Monozylindermaschine gibt es noch die Mehrzylindermaschine, bei der jedes einzelne Druckwerk einen eigenen Gegendruckzylinder besitzt. Ähnlich ist es bei der Reihen-Mehrzylindermaschine, welche ebenfalls einen eigenen Gegendruckzylinder für jedes Druckwerk aufweist. Die Anordnung der einzelnen Druckwerke ist dagegen ähnlich wie bei einer Tiefdruckmaschine, weshalb die Reihen-Mehrzylindermaschine häufig auch als In-Line-Flexodruckmaschine bezeichnet wird. Eine Tandemzylindermaschine wiederum besitzt für jeweils zwei Druckwerke einen gemeinsamen Gegendruckzylinder. Bei diesen Maschinentyp können bis zu vier einzelne Druckwerke in den Druckwerkständer eingesetzt werden. Meist wird der Maschinentyp mit anderen Weiterverarbeitungsmaschinen gekoppelt, sodass in einem Arbeitsgang sowohl gedruckt als auch weitere Verarbeitungsschritte durchgeführt werden können.



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